Prof. Dr. Thomas Christaller

Aikido Aikikai, 5.Dan

Iaido

 

Lehrer seit 1977

thomas.christaller@lebenskunst-bonn.de 

 

 

Aikido ist eine japanische Kampfkunst, die in den letzten Jahren des 2. Weltkrieges von Morihei Ueshiba entwickelt wurde. Er musste erleben, dass seine besten Schüler in dem mechanisierten, industriell geführten Krieg mit ihren Kampfkunstfertigkeiten keine Chance hatten. Er hatte in mehreren intensiven Erlebnissen dann die Vorstellung entwickelt, dass Budo, so werden die Kampfkünste in Japan genannt, dazu dienen soll, Frieden zwischen den Menschen und im Universum zu stiften. Dazu ist es notwendig, dass selbst im Konfliktfall beide Parteien überleben müssen und wenn möglich gar keiner zu Schaden kommt. Es geht damit nicht mehr um gewinnen oder siegen sondern eine gestörte Harmonie wieder her zu stellen.

Dies ist für mich die Kernbotschaft im Aikido. Ausgedrückt in Bewegungen, die wie Tanzen aussehen, mühelos, elegant, dynamisch. Aber eben auch voller Empathie und Wohlwollen für den Anderen.

 

Was charakterisiert Dich und Deinen Unterricht?

Erkennen & Verstehen, wie Konflikte so aufgelöst werden können, dass beide Parteien ihr Verhalten überdenken können. Selbst, wenn mich jemand angreift, immer den Menschen im Anderen sehen. Freude an schönen Bewegungen, Einfachheit & Gelassenheit.

 

Wie bist Du zum Aikido gekommen?

1972 bin ich, ohne danach gesucht zu haben, zum damals einzigen Aikido-Verein in Bonn gekommen. Dort hat mich in den ersten Jahren besonders Klaus Broscheit beeinflusst. Aber auch zunehmend der Bundestrainer im Aikikai Deutschland e.V., Katsuaki Asai 8. Dan, der mich bis einschließlich zum 4. Dan graduierte. Über mehrere Jahre habe ich in Bielefeld gelebt und an der Universität gearbeitet. Trainiert habe ich bei Norbert van Soest, der leider viel zu früh verstorben ist. Ihm verdanke ich das Streben nach Klarheit und Aufrichtigkeit; zu wissen, wie man angreifen kann; aber auch Härte und Effizienz in den Techniken. Ich werde ihn immer als Vorbild haben.

 

1986 nahm ich während meiner ersten Japan-Reise das erste Mal an einem Unterricht von Nobuyuki Watanabe 8. Dan im Hombu-Dojo des Aikikai in Tokyo teil. Das hat mich tief beeindruckt. Leider erfuhr ich erst Jahre später, dass Watanabe sensei regelmäßig nach Deutschland kommt, um Seminare zu geben. Ab 1994 nehme ich an möglichst vielen seiner Seminare teil. Er brachte (und bringt) mir geduldig bei, dass ich die Härte weglassen kann und trotzdem überzeugende und funktionierende Aikido-Bewegungen durchführen kann.

Einer seiner Sprüche ist für mich heute der wichtigste in meinem Unterricht: “Ihr sollt gesünder von der Matte gehen, als Ihr drauf gekommen seid!“

 

Was erwartet mich in einer Stunde mit dir?

Viele Übungen, um die Beweglichkeit zu fördern, Kondition und Muskelkraft, um schließlich eine gute Haltung und Atmung zu entwickeln. Mein Ausgangspunkt für die Aikido-Techniken ist der allererste Augenblick, in dem zwei Menschen Kontakt aufnehmen. Die Berührung ist die empfindlichste Art von Körper zu Körper zu kommunizieren. Mir liegt daran, sich dafür zu öffnen. Die eigentliche Aikido-Technik stellt für mich eine elegante Form dar, um aus einem Kontakt, der eigentlich aggressiv oder feindlich gemeint war, etwas Schönes, Gemeinsames zu machen.

 

Gibt es etwas, was Du Deinen Schülern mit auf den Weg geben möchtest?

Es gibt in den asiatischen Kampfkünsten viele Sinnsprüche. Viele davon betonen, dass wahre Kampfkunst aus Paradoxien besteht, aus scheinbaren Widersprüchlichkeiten: Sei weich wie Wasser, aber lass Dich nicht verhauen. Deshalb: Vertraue darauf, dass es meistens einen Weg aus einer Situation gibt, an den Du nicht sofort gedacht hast, der viel einfacher und wirkungsvoller ist, als alles andere, ohne Leid anzurichten. Finde dies heraus und werde nicht müde, das weiter zu entwickeln.

 

Thomas kann direkt angesprochen werden:

Email: thomas.christaller@lebenskunst-bonn.de

 

Hier findet man mehr über mich:

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